Mikroskopische Untersuchung von Möbeln und Holzobjekten

In der Zentralen Restaurierungswerkstatt Berlin verfügen wir über die Kapazitäten, gängige naturwissenschaftliche Untersuchungen an Möbeln durchzuführen. Dazu zählt die spektroskopische Untersuchung von Möbeln und hölzernen Einrichtungsgegenständen. Nicht nur zur Befunduntersuchung und Materialbestimmung für Schadensanalyse, sondern auch zur Authentizitätsermittlung, Datierung und Provenienzbestimmung ist eine (mikroskopische) Untersuchung des Möbels vorab notwendig.

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Mikroskopische Untersuchung von Möbeln

Tiefer blicken

Hat Ihr antikes Möbelstück einen Schaden erlitten oder planen Sie die Restaurierung eines alten Möbelstücks? Bevor wir Möbelrestauratoren der ZRW Berlin jegliche Maßnahmen zur Schadensbeseitigung oder zur Restaurierung und Konservierung Ihres Möbelstücks ergreifen, müssen wir so viel wie möglich über das individuelle Objekt in Erfahrung bringen.

Jahrzehntelanger Erfahrung und Expertise auf dem Gebiet der Möbelrestaurierung in Berlin und Brandenburg zum Trotz – mit dem bloßen menschlichen Auge können wir schlichtweg nicht tief genug blicken, um genügend Informationen zur Erstellung eines Befunds, einer Schadensanalyse oder eines Restaurierungskonzepts zu erhalten. Daher bedienen wir uns nebst anderen naturwissenschaftlichen Methoden auch spektroskopische Untersuchungen. Diese helfen uns unter anderem dabei, verborgene Strukturen, Texturen und Details zu erkennen, Holzarten, Bindemittel, Metalle und Firnisse zu identifizieren.

Die Analyse sämtlicher verwendeter Materialien und künstlerischen Techniken ist die Grundvoraussetzung dafür, dass wir ein individuelles Konservierungs- und Restaurierungskonzept entwickeln können.

Doch auch, um Fälschungen auf die Spur zu kommen, ist es sinnvoll, sich nicht allein auf Kenntnisse der kunstgeschichtlichen Typologie zu verlassen, sondern durch eine mikroskopische Untersuchung Werkspuren zu erforschen und zu prüfen, ob die verwendeten Materialien und Werktechniken zur mutmaßlichen Datierung des Möbels passen. Eine solche Echtheitsprüfung wiederum bildet die Grundlage für eine Wertschätzung Ihres Möbels im Schadensfall oder für den Verkauf.

Doch auch, um Fälschungen auf die Spur zu kommen, ist es sinnvoll, sich nicht allein auf Kenntnisse der kunstgeschichtlichen Typologie zu verlassen, sondern durch eine mikroskopische Untersuchung Werkspuren zu erforschen und zu prüfen, ob die verwendeten Materialien und Werktechniken zur mutmaßlichen Datierung des Möbels passen. Eine solche Echtheitsprüfung wiederum bildet die Grundlage für eine Wertschätzung Ihres Möbels im Schadensfall oder für den Verkauf.

Lichtmikroskopische Untersuchung

Mikroskopische Untersuchungen setzen wir beispielsweise ein, um die Schichtenabfolge von Fassungen und Firnissen zu klären.

Hierzu könnten die lichtmikroskopischen Verfahren anderer Institutionen hinzugezogen werden:

  • Auflichtmikroskopie,
  • Durchlichtmikroskopie und
  • Fluoreszenzmikroskopie.

Eine lichtmikroskopische Untersuchung gilt als besonders materialschonende Methode bei der

  • Befunduntersuchung für die Schadensanalyse,
  • zur Prüfung der Echtheit (Authentizitätsprüfung),
  • zur Auswahl geeigneter Materialien für konservatorische oder restauratorische Maßnahmen sowie
  • für die Altersbestimmung und Zuordnung des Möbelstücks zu einer Stilepoche.

Sie ist in der Regel nichtinvasiv ist, kommt also ohne jegliche Beschädigung des Objekts durch eine Probenentnahme aus.

Auch zur Holzartenbestimmung bei Möbeln ist die mikroskopische Untersuchung eine gangbare Methode. Allerdings ist hierfür die Anfertigung eines Dünnschnittes und somit eine minimalinvasive Vorgehensweise notwendig. Wurde das Möbelstück allerdings aus harten Tropenhölzern gefertigt, ist die Holzartbestimmung mittels mikroskopischer Untersuchung nur bedingt einsetzbar. Bei europäischen Holzarten wiederum ist die Anfertigung eines Dünnschnittpräparats für die Mikroskopie und die verlässliche Bestimmung der Holzart in aller Regel kein Problem.

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Polarisationsmikroskopie und UV-Fluoreszenzmikroskopie

Üblicherweise bestimmen wir farbgebende Substanzen (Pigmente) und die chemische Zusammensetzung metallischer Auflagen auf Möbeln mittels Instrumenteller Analytik. In besonderen Fällen können wir über unsere Partner aus anderen Institutionen aber auch eine erfolgreiche Untersuchung mit dem Polarisationsmikroskop anbieten.

Um Bindemittel wie beispielsweise trocknende Öle, Proteine, Wachse, Harze, Leime, aber auch Überzüge, Firnisse und Lasuren auf historischen Holzmöbeln, Holzobjekten und verbauten Hölzern eindeutig bestimmen zu können, bietet sich neben mikrochemischen Gruppentests und histochemischen Anfärbemethoden zunächst eine Materialanalyse mittels UV-Fluoreszenzmikroskopie an.

Mikroskopische Untersuchungen und viele weitere Möglichkeiten bei ZRW Berlin

Das Spektrum naturwissenschaftlicher Untersuchungsmöglichkeiten ist mit den beschriebenen Methoden der mikroskopischen Untersuchung von Möbelstücken längst nicht erschöpft. Um aufwendigere naturwissenschaftliche Untersuchungen von Holzmöbeln vorzunehmen, arbeiten unsere Holz- und Möbelrestauratoren der ZRW Berlin mit Fachkräften etablierter Institutionen und Fachlaboren wie dem Rathgen-Forschungslabor (Staatliche Museen zu Berlin), der Technischen Universität Berlin sowie der Technischen Universität München zusammen. Das Spektrum möglicher Untersuchungen erweitert sich dadurch beträchtlich und umfasst unter anderem:

  • Holzaltersbestimmungen mittels IR-Spektroskopie
  • Instrumentelle Analytik für zerstörungsarme und -freie bildgebende Untersuchungen wie Bindemittelanalysen, Pigmentanalysen, Holzartenbestimmung, Holzaltersbestimmung
  • Untersuchung auf Schädlingsbefall und Durchführen einer Schädlingsidentifizierung

Welche Frage auch immer Sie Ihrem Möbelstück seit jeher stellen wollten, wir finden die passende Methode, um die Antwort zu erhalten!

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